Archiv für Projekte im Ausland

KfE Aktionsgruppe “Zusammenarbeit mit JVE (Togo)”

Zusammenarbeit KfE - JVE Togo

 

 

Im Mai 2008 wurde eine KfE Aktionsgruppe gegründet mit dem Ziel, eine Zusammenarbeit mit Jeunes Volontaires pour l’Environnement (JVE) aus Togo aufzubauen.

Wir sind momentan noch in einer „Brianstorm-Phase“, in welcher wir überlegen, wie/womit wir JVE unterstützen können. Momentan sind folgende zwei Ideen in Ausarbeitung:

 

-         Promotion von SODIS: SODIS ist eine einfache Methode, mit Hilfe von Pet-Flaschen Krankheitserreger in Wasser abzutöten. Die KfE-AG prüft die Möglichkeit, in der Schweiz Informationen und Bildungsmaterialien aufzutreiben, damit JVE SODIS in Togo promoten kann.

Informationen zu SODIS: http://www.sodis.ch/German/index_g.htm

 

-         Benefizessen für lokale Agenda 21: JVE möchte einem Dorf namens Tsiko helfen, eine Agenda 21 zu verfassen: Es sollen die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung erfasst, diskutiert, priorisiert und in einem Dokument zusammengefasst werden. Die KfE-AG prüft die Möglichkeit, eine Benefizveranstaltung zu organisieren um Geld für die Durchführung dieses Vorhabens zu sammeln.

Informationen Agenda 21:

http://www.un.org/esa/sustdev/documents/agenda21/english/agenda21chapter28.htm

 

 

Wir freuen uns auf weitere Ideen und Unterstützung für die Zusammenarbeit mit JVE!!

 

Kontakt: jvetogo.ch(at)gmail.com

 

 

 

 

 

 

praesentation-jve

 

 

 

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Tanzania Projekt: Wasserversorgung für ein Dorf an Tanganjika-See

tanzania map

Das Tanzania Projekt startete innerhalb der KfE seit Ende 2003 durch die Anfrage an einem Mitglied nach Unterstützung für eine medizinische Fürsorgestelle in Kala, am Tankanyka-See. In diesem Spital fehlte eine gute Wasserversorgung, was die Hygienischen Bedingungen stark beeinflusste. Nach einer ersten Analyse vor Ort wurde entschieden, dem Health Centre zu helfen, indem grössere Mengen von sauberem Wasser zur Verfügung gestellt werden. Einer in Sumbawanga (Hauptstadt der Region) tätiger Ingenieur führte anschliessend genauere Abklärungen, anhand von denen – nach Rücksprache von SKAT, eine Schweizerische Organisation – die Möglichkeit, Wasser direkt aus dem Tanganyka-See zu pumpen, als beste Variante eingestuft wurde. Ein entsprechender Projektvorschlag wurde vom selben Ingenieur, Herr Malando, der Projektgruppe der KfE vorgestellt. Die Gruppe redimensionierte daraufhin den Vorschlag, weil dieser umfassender war als erwünscht. Ein Konsens konnte während der Berichtsperiode nicht gefunden werden. Vor allem Padre Geranio, welcher eine langjährige Erfahrung (über 50 Jahre) in der Rukwa-Region aufweist, war mit dem Vorgeschlagenen nicht zufrieden, da ähnliche Projekte (Wasser direkt aus dem See) technisch schon gescheitert wurden. Zur Zeit wartet die Projektgruppe auf eine zweite Meinung für andere Möglichkeiten (durch Herrn Ngolle, ebenfalls Ingenieur in der Rukwa-Region). Das Projekt geht zur Zeit sehr langsam voran, nicht zuletzt weil der Initiant innerhalb der KfE mittlerweile das Studium abgeschlossen hat und nicht mehr aktiv ist… fauler Sack!
(verfasst von Rocco Rossinelli, ehemaliger KfE-Präsident)

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Togo-Projekt, Zwischenstand 2008

Die KfE hat beschlossen die Organisation Arc-en-Ciel, die sich in Togo für die Sensibilisierung mit der Aids Krankheit, den Ansteckungsgefahren und die Verbreitung von Präventionsmitteln beschäftigt zu unterstützen. In einer ersten Runde sollte die Rekonstruktion eines ‚Kiosks’, welcher während den Unruhen nach den letzten Wahlen zerstört worden war bezahlt werden. Nachdem diese erste Etappe erfolgreich ausgeführt war, sollte die zweite Hälfte des Geldes, 1000 SFr, für die Installation eines Telephons, das die Leute anzieht und mit dem Kiosk in Verbindung bringt und den Ankauf von Kondomen verwendet werden. Die 2. Etappe ist jetzt angelaufen. Das Projekt ist somit erfolgreich abgeschlossen sobald die 2. Staffel des Geldes im Togo ankommt und wie abgemacht verwendet wird.

Rechnung Togo-Projekt
Foto Kiosk 2

Foto Kiosk 3
Foto Kiosk 5


Foto Kiosk 4
Foto vom Kiosk

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Bolivien-Ausbildungsprojekt / Schlussbericht

Das Bolivien-Ausbildungsprojekt in Cochabamba war zwischen den Jahren 2001 und 2006 das Hauptprojekt der KfE im Ausland und hat die dafür zuständige Arbeitsgruppe insbesondere in der Planungsphase stark in Anspruch genommen. Nach verschiedenen Abklärungen wurde im Februar 2003 in Zusammenarbeit mit der Stiftung Infocal das berufliche Ausbildungsprogramm für 24 Jugendliche aus sozial schwierigen Verhältnisse gestartet. Das Projekt wurde durch Hans Hug (ehemaliger Mitarbeiter von Swisscontact, zuständig für das Controlling) und Ligia Muguértegui (lokale Sozialarbeiterin) vor Ort begleitet. Die TeilnehmerInnen – 23 Frauen und 1 Mann, mit unterschiedlichem Alter und meistens in Heime untergebracht – gingen vier Tage pro Woche arbeiten und einen Tag in die Schule, um Kindergärtnerinnen zu werden. Im Dezember 2004 konnten 20 Jugendliche die Ausbildung erfolgreich abschliessen. Um das Projekt-Budget von insgesamt über 25′000 US$ zu entlasten, wurde zudem im Januar 2004 an der ETH Zürich ein bolivianisches Benefizessen organisiert: Daran nahmen etwa 350 Personen teil.

Die Resultate
Die Hauptziele des Projektes wurden insgesamt erreicht und die Resultate sind insofern positiv zu bewerten, als die Fortschritte der Jugendliche bedeutend sind und die Abschlussquote hoch ist. Gemäss der Schlussimpaktevaluation, die von Hans Hug im April 2006 durchgeführt wurde, konnte bei mindestens 8-9 TeilnehmerInnen eine gewisse Verbesserung der Lebensqualität verzeichnet werden. Einzig ein angemessener Lohn für alle TeilnehmerInnen konnte im Laufe des Projektes nicht gewährleistet werden aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen vor Ort. Die Zusammenarbeit mit den Partnern war trotz gewissen kommunikativen Schwierigkeiten gut, und ihr professionelles Verhalten, ihr Engagement und ihre Erfahrung waren ein wichtiger Faktor für den erfolgreichen Abschluss des Projektes. Eine anfänglich angestrebte Weiterführung der zweijährigen Ausbildung kam nicht zu Stande und das gleiche gilt ebenfalls für eine nachhaltige Weitergabe des Projektes. 

Der Lernprozess
Der KfE ermöglichte das Projekt einen wichtigen Lernprozess. Dabei wurden besonders folgende Lehren für zukünftige Auslandprojekte gezogen: 1) die Finanzierung sollte pünktlich und professionell verwalten werden, um die Vertrauensbasis zwischen den Partner nicht zu zerstören und Missverständnisse zu vermeiden; 2) Fundraising ist schwierig und setzt sehr viel Engagement, Zeit und Kontakte voraus; 3) die Kommunikation sollte regelmässig stattfinden und im Voraus geregelt und institutionalisiert werden; 4) die Projektleitung sollte persönlich vor Ort anwesend sein, um die Koordination zwischen den Partner zu gewährleisten; 5) die Nachhaltigkeit des Projektes sollte vor der Implementierung gut durchdacht und realistisch eingeschätzt werden; 6) die KfE-Arbeitsgruppe sollte ziemlich gross sein und eine gewisse personelle Kontinuität gewährleisten. Eine Zusammenarbeit mit professionellen Partner vor Ort ist anzustreben
MF, Bern, Januar 2008

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Bolivien: Projektevaluation

Hier findet sich die ausführliche Impaktevaluation zum KfE-Bolivien-Ausbildungsprojekt.

Bolivien-Projekt: Impaktevaluation

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Tanguearte: Stand Ende 2007

Die Kommission für Entwicklungsfragen (KfE) der Uni und ETH Zürich und die Behindertenorganisation Cre-Arte aus Argentinien nahmen im Frühling 2007 Kontakt auf, um ein gemeinsames Projekt zu realisieren: die Theatergruppe von Cre-Arte sollte im Februar 2008 in die Schweiz eingeladen werden, um hier ihr Stück über die Geschichte des Tangos vorzuführen. Dies sollte Cre-Arte die Gelegenheit geben, sich mit Gleichgesinnten aus der Schweiz auszutauschen und zugleich ihre Arbeit bei uns vorzustellen. Weiter wollte die KfE den Argentiniern schweizerische Behindertenorgsanisationen und deren Arbeit vorstellen und einen Austausch mit diesen ermöglichen. Während ihrem etwa zweiwöchigen Aufenthalt hätte Cre-Arte genügend Zeit, neue Ideen zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und auch ein fremdes Land kennen zu lernen.

Cre-Arte ist eine nichtstaatliche Organisation aus Argentinien. Ihr Sitz ist in Bariloche, das im nördlichen Teil von Patagonien liegt. Sie ist 1995 mit dem Ziel gegründet worden, eine umfassende Betreuung von Behinderten aufzubauen und zu vermitteln.
Als erster Schritt erichtete sie ein Ausbildungs- und Kulturzentrum für behinderte Personen. Dieses Zentrum sollte für die Dienstleistungen einspringen, die vom Staat nicht abgedeckt werden. Die Vereinigung Cre-Arte enwickelt eine heilpädagogische Methode weiter, die versucht, diverse Fähigkeiten und Möglichkeiten der Behinderten zu fördern, so dass das Selbstbewusstsein und die Wertung der Personen gestärkt werden, was auch eine bessere Integration in die Gesellschaft ermöglicht.
Cre-Arte stellt die Kunst als Potenzial für die menschliche Entwicklung in den Vordergrund.
Der kreative Prozess gehört zum Menschsein und ist nicht abhängig von den körperlichen und geistigen Fähigkeiten des Einzelnen. Ohne die Förderung der Kreativität verliert der Mensch sein Selbstbewusstsein und somit auch die Möglichkeit sich weiterentwickeln zu können. Die Kunst ist ein Feld, wo die Behinderten ohne Risiko ihre Kreativität ausleben und entwickeln können und die Möglichkeit erhalten, sich als eigenständige und autonome Menschen zu fühlen und nicht nur immer als Subjekt der Betreuung. Sie können durch die Kunst den Anderen ihre Fähigkeiten und ihr Weltbild vermitteln, die sozialen Beziehungen stärken und einen wichtigen Beitrag an die kulturelle Vielfalt leisten.
Cre-Arte kämpft für den Respekt für behinderte Menschen und will erreichen, dass diese sich in der Gemeinschaft als autonome Individuen weiterentwickeln können

Im Moment betreut Cre-Arte etwa 60 Behinderte im Alter zwischen 16 und 52 Jahren. Der Altersdurchschnitt beträgt etwa 23 Jahre. Die meisten von ihnen sind mental behindert. Der grösste Teil kommt aus armen Familien, für welche es in Argentinien sehr schwierig ist, behinderte Kinder aufzuziehen, da es fast keine Institutionen gibt. In Bariloche ist Cre-Arte die einzige Organisation, die in diesem Bereich arbeitet und durch ihren Einsatz einen Ausweg aus einer schwierigen Situation bieten kann.

In der ersten Etappe des Projektes lud die KfE den Präsidenten von Cre-Arte, Luis Suero, im Juni 2007 an das zweiwöchige Behindertentheaterfestival „Okkupation“ in Zürich ein. Der Flug wurde von der KfE bezahlt und wohnen konnte er bei einem KfE-Mitglied. Während des Festivals realisierten wir zusammen mit Luis Suero eine Präsentation unseres Projektes in der Roten Fabrik (die Festivalleitung nahm uns in das offizielle Programm auf). Weiter hatte Luis Suero die Gelegenheit, Kontakte mit anderen Behindertenorganisationen aus der Schweiz und Europa zu knüpfen.
Zudem wurden wir mit dem Projekt in der argentinischen Botschaft in Bern vorstellig und präsentierten es auch in einer Abendsendung des Radio LORA.
Am 14. September 2007 reisten zwei Mitglieder der KfE nach Genf, um das Projekt an einem Infobasar anlässlich des Wettbewerbs „We care, you too?“ an der Jahreskonferenz von DEZA und SECO vorzustellen.

Die Schweizerische Vereinigung der Elternvereine für Menschen mit einer geistigen Behinderung (insieme Schweiz) widmeten unserem Projekt einen kleinen Artikel in der Septemberausgabe ihrer Zeitschrift.

Seit dem Mai 2007 ist die KfE auf der Suche nach Sponsoren. Das Budget haben wir bei etwa 48.000 Franken veranschlagt. Grösster Posten sind die Flüge für 14 Personen für die Strecke Buenos Aires - Zürich. Bis jetzt haben wir 2.000.- Fr. von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft und 100.- Fr. von der Buchmann-Kollbrunner-Stiftung erhalten.
Leider sehen wir uns aufgrund der erfolglosen Spendensuche gezwungen, das Projekt „Tanguearte“, also die Einladung der Theatergruppe von Cre-Arte in die Schweiz, einzustellen. Wir würden aber trotzdem gerne ein Projekt in einem kleineren Rahmen mit Cre-Arte realisieren, da wir uns darin bestätigt sehen, dass diese Organisation absolut vertrauenswürdig ist, effizient mit uns zusammenarbeitet und wir ihre Arbeit und ihren Einsatz sehr bewundern. Wie diese zukünftige Zusammenarbeit aussehen wird, wird sich in nächster Zeit abzeichnen. An dieser Stelle dankt die KfE nochmals herzlich der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft und der Buchmann-Kollbrunner-Stiftung für ihre Spenden. Auch wenn wir nun das vorgesehene Projekt nicht realisieren können, so waren die Zusagen eine riesige Motivation für uns. Das Geld wird ausschliesslich für Cre-Arte verwendet.

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Theaterprojekt “Tanguearte” (Crearte, Argentinien)

Tanguearte acryl2Die Kommission für Entwicklungsfragen (KfE) der Uni und ETH Zürich und die Behindertenorganisation Cre-Arte aus Argentinien planen ein gemeinsames Projekt, bei dem die Theatergruppe von Cre-Arte im Februar 2008 in die Schweiz eingeladen werden soll, um hier ihr Stück über die Geschichte des Tangos vorzuführen.

Tanguearte1

Dies soll Cre-Arte die Gelegenheit geben, sich mit Gleichgesinnten aus der Schweiz auszutauschen und zugleich ihre Arbeit bei uns vorzustellen. Weiter möchte die KfE den Argentiniern schweizerische Behindertenorgsanisationen und deren Arbeit Den Rest des Beitrags lesen »

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Computerversand nach Bolivien

Einleitung

Wir möchten ausgediente, aber funktiontüchtige Computer aus den Instituten der ETH und Universität Zürich an die Hilfsorganisation Amanecer spenden. Die Amanecer hat nach 22 Computern und vier Druckern angefragt, um eine elektronische Bibliothek und einen Computerraum für Informatikkurse aufzubauen. Die elektronische Bibliothek soll bolivianischen Strassenkindern für die Erweiterung ihrer Schulbildung dienen und die Software- und Hardwarekurse einen einfacheren Einstieg in die Arbeitswelt ermöglichen.

Projektpartner

Amanecer ist eine bolivianische Organisation mit Sitz in Cochabamba, die Strassenkindern stufenweise hilft, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Auf freiwilliger Basis erhalten sie warmes Essen, Unterkunft, Unterstützung bei der Schulbildung, können einen Beruf erlernen und erhalten Hilfe bei der Arbeitssuche. Ziel ist es, die Kinder von der Abhängigkeit von Drogen und der damit verbundenen Kriminalität zu befreien.

Motivation

An den Zürcher Hochschulen werden ausgediente, jedoch noch funktionstüchtige Computer regelmässig entsorgt. Mit einem Einsatz solcher Computer in Schwellen- und Entwicklungsländern helfen wir den “digitalen Graben” zwischen Menschen mit und Menschen ohne Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) zu überbrücken. Mit der Verwendung von ICT und dem Internet können sie an lokalen Informationen und globalem Wissen teilhaben und auch ihr Wissen und ihre Sichtweisen leichter kommunizieren.

Projektkosten

Die Gesamtkosten betragen ca. 3900 CHF, das sind unter 200,- CHF pro Computer. Die Preise vor Ort liegen bei umgerechnet 400,- bis 1000,- CHF.

Projektrichtlinien

Wir haben allgemeine Richtlinien

  • an Projekte, u.a. dass nur brauchbare, funktionstüchtige Computer gesendet werden,
  • an die Projektpartner, u.a. müssen Computeradministratoren vor Ort aktiv sein.

definiert.

Projektbeschreibung

Die Hilfsorganisation Amanecer benötigt 22 Computer und vier Drucker, die zur Informatikausbildung der in den Heimen wohnenden Kindern und Jugendlichen gebraucht werden sollen. Die Computer sollten von den Instituten der ETH und Universität Zürich gespendet werden. Die Lagerung bis zur Verschiffung sollte z.T. in den Spenderinstituten stattfinden. Die Funktionstüchtigkeit wird von uns überprüft und der Hardwaretyp registriert. Die Computer werden ohne installierte Software zugeschickt, da die Amanecer über Windows 98-Lizenzen verfügt. Die palettisierten Computer werden von der Versandfirma am ETH Hönggerberg abgeholt und nach La Paz verschickt.

Unser Projektpartner in Bolivien: Amanecer

Unser Projektpartner ist Amanecer in Cochabamba, Bolivien. Amanecer ist eine Organisation, die Strassenkindern hilft, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es wird ihnen zu einer Schulbildung verholfen, sie erlernen einen Beruf und erhalten Hilfe bei der Arbeitssuche, damit sie nicht mehr auf Drogen und Kriminalität angewiesen sind.
Amanecer hat im Kleinen begonnen und sich dann stets vergrössert. Mittlerweile bestehen ca. elf Häuser in Cochabamba, die folgendermassen nach Etappen organisiert sind:

  • 1. Etappe: den Kindern der Strasse wird ganz unverbindlich zwei mal pro Tag ein warmes Essen angeboten.
  • 2. Etappe: Übernachtungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung, die Kinder haben Unterricht und müssen lernen, sich von jeglichen Drogen fernzuhalten.
  • 3. Etappe: die Kinder müssen Verantwortung übernehmen und erhalten obligatorische Schulbildung.
  • 4. Etappe: die Kinder besuchen öffentliche Schulen und erlernen nebenbei handwerkliche Berufe.
  • 5. Etappe: die Jugendlichen erhalten Hilfe und Unterstützung bei der Arbeitssuche.

Daneben existieren Häuser für Frauen und Mädchen und für Kleinkinder.Unser direkter Projektpartner ist Casa San Martin - San Vicente. In dieser Anlage der 4. Etappe leben ca. 150 Jungen zwischen 6 und 16 Jahren. Fast alle gehen in öffentliche Schulen; diejenigen, bei denen dies nicht möglich ist, erhalten intern eine Schulbildung. Es gibt eine Bäckerei, eine Schreinerei, eine Metallwerkstatt und seit einigen Jahren einen Computerraum, wo sie auf verschiedene Berufe vorbereitet werden.

Die Jungen erhalten Informatikunterricht, der sie sehr motiviert. Bisher sind leider die Mittel sehr beschränkt. Der Computerraum soll vergrössert werden und es sollen mehr Computer zur Verfügung stehen. Mittlerweile sind es auch schon zwei Informatiker, die unterrichten.

Das Projekt der Amanecer vor Ort

Die von der ETH und Universität Zürich gespendeten Computers würden das Ausbildungsprogramm für mehr Jugendliche zugänglich machen und ihnen eine aktuellere und umfassendere Computerausbildung ermöglichen. Zehn der 22 Computer sollen in einer Bibliothek zur allgemeinen Verwendung aufgestellt werden. Diese Computer sollen zur Vertiefung und Ergänzung der Computer- und auch Schulausbildung dienen. 80 der 140 Jugendliche würden sich so durch einen Grundlagenkurs die Kenntnisse über Windows, Office und den Zugang zu Internet aneignen können. In einem fortgeschrittenen Kurs könnten 10 Jugendliche in der Soft- und Hardware-Verwaltung ausgebildet werden.
Die Hilfsorganisation hat nach einem Vorgespräch an folgenden Computer Interesse:

  • für die elektronische Bibliothek 10 Pentium I
  • einen Pentium III als System Manager für die Überwachung der Bibliothekscomputer
  • 10 Pentium II für die Computerausbildung und die Informatikkurse und einen Pentium IV als System Manager.

Projektkosten

Kostenpunkt Kosten in CHF
22 Computer 0.-
Verpackung 150.-
Palettisierung 0.-
Transport in Zürich 150.-
Transport nach Bolivien (Zürich-Hönggerberg - La Paz) 2600.-
Zölle und Steuern 1000.-
Total 3900.-

Die Projektkosten sind im April 2005 zusammengestellt worden und belaufen sich auf unter 200.- CHF, wobei die Preise vor Ort bei umgerechnet 400.- bis 1000.- CHF liegen.

Der digitale Graben und Informations- und Kommuniationstechnologien (ICT)

Mit neuen Medien arbeiten, miteinander kommunizieren - bei uns an den schweizer Hochschulen eine Selbstverständlichkeit. Doch viele Menschen in in Entwicklungs- oder Schwellenländern haben keinen Zugang zu Computern oder Internet, sind ausgeschlossen von der digitalen Revolution. Diese unter den Namen “digitaler Graben” bekannte Kluft zu überbrücken, ist eine der großen Herausforderungen für die Entwicklung. Denn neue Medien bedeuten Zugriff auf lokale Informationen, u.a. von Behörden, und globale Informationen. wie Agrarpreise, bedeuten Profitieren vom und Beitragen zu unserem globalen Wissen.

Mit ausrangierten Computern der Zürcher Hochschulen können wir punktuell helfen, mehr Menschen in Entwicklungs- oder Schwellenländern den Umgang mit neuen Medien und Informationstechnologien (ICT) zu ermöglichen und zu erlernen. Wichtige Ziele sind die Förderung aktiver Zivilgesellschaft durch Unterstützung von Internet und Informationsplattformen sowie von Bildungsprojekten und Forschungseinrichtungen.

Diese Ziele werden durch die Schweizer Regierung und die schweizer Nichtregierungsorganisation Helvetas in Schwerpunktprogrammen unterstützt.
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ist der Arm der Entwicklungs-zusammenarbeit der Schweizer Regierung.In ihrem Schwerpunktprogramm “ICT for Development” (ICT4D) schreibt sie:
“‘Digitale Revolution’ berührt alle Aspekte unseres Lebens: Wie wir lernen, arbeiten und miteinander kommunizieren, doch gehört auch die Interaktion zwischen Regierungen und Zivilgesellschaften dazu. Neue Möglichkeiten stehen allen offen, welche die Informationstechnologien effizient nutzen, aber es besteht auch die Gefahr, dass andere davon ausgeschlossen werden, die Früchte der digitalen Revolution zu ernten, womit die bestehenden Ungleichheiten noch verstärkt werden. Diese Kluft zwischen Menschen mit und Menschen ohne Zugang zu den ICT ist bekannt unter dem Namen ‘digitaler Graben’. Der digitale Graben ist zu einem grossen Teil das Abbild anderer sozialer und wirtschaftlicher Gräben - nicht nur zwischen den Industrie- und den Entwicklungsländern, sondern auch innerhalb der Staaten. Deshalb ist die Überbrückung des digitalen Grabens eine der grössten Herausforderungen für die Entwicklung - und die einzige Hoffnung für den marginalisierten Teil der Welt, von den Möglichkeiten der globalen Wissensökonomie zu profitieren.”

Helvetas ist eine schweizerische Nichtregierungsorganisation der Entwicklungszusammenarbeit. Sie wurde 1955 gegründet und wird seit über 40 Jahren von der Schweizer Regierung unterstützt. Ein Schwerpunktprogramm von Helvetas ist “Global Knowledge Sharing“, in dem Informationstechnologie bei Projektpartnern im Süden eingesetzt wird. In der Entstehung des Schwerpunktprogramms 2000/2001 hat Helvetas in Workshops eine Diskussion mit vielen Beteiligten der Entwicklungszusammenarbeit über Ziele und Prinzipien geführt, dessen Ergebnis ein Grundsatzpapier ist.

Projektrichtlinien

Wir haben allgemeine Richtlinien an unsere Projekte und Projektpartner gestellt.

An Projekte

  • Es sollen nur brauchbare Computer, deren Funktionstüchtigkeit von uns überprüft worden ist, gespendet werden.
  • Die Gesamtkosten müssen niedriger sein, als der Kauf von Computern vor Ort.
  • Die von den Zürcher Hochschulen gespendeten Computern gehen mit einem schriftlichen Vertrag in den Besitz der Partnerorganisation über.

An Projektpartner

  • Projektpartner sollen detailiert und verbindlich den Gebrauch von den von ihnen angeforderten Computern schildern. Zum Beispiel erwarten wir für für ein Bildungsprojekt eine ausführliche Beschreibung des Ausbildungsunterrichtes (Dauer, Unterrichtsthemen, Anzahl der Auszubildenden etc.).
  • Es muss eine Computeradministration durch den Projektpartner gewährleistet sein.

Spenden

Es besteht auch die Möglichkeit, einen Beitrag an den Transportkosten zu übernehmen. Unsere Kontodaten sind:
Postkonto: Kommission für Entwicklungsfragen Zürich, 80-23506-6
Zahlungszweck: “ICT-Sharing Bolivien”

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Konzept des Bildungsprogramms in Bolivien 2003 - 2005

1. Idee

Wir, die Bolivien-Arbeitsgruppe der KfE (BAG), möchten in Bolivien ein Berufsbildungsprogramm realisieren. Zusammen mit der nationalen bolivianischen Stiftung INFOCAL und unserer lokale Sozialarbeiterin Ligia Muguértegui soll in Cochabamba eine Lehre für KindergärtnerInnen („Parvulario“) nach Schweizer Vorbild (duale Ausbildung) eingeführt werden. Es ist unser Anliegen, dass besonders Jugendliche von der Ausbildung profitieren, die sozial aus schwierigen Verhältnissen stammen und motiviert sind, ihre eigene Zukunft durch Bildung zu verbessern und dadurch ihr Leben in die Hand zu nehmen. Das Projekt sollte für die KfE einen Lernprozess darstellen und die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen viel autonomen Spielraum gewährleisten.

2. Projektbeschrieb

INFOCAL (”Instituto Nacional de Formación y Capacitación Laboral”) wurde 1989 als staatliche Institution gegründet, welche zusätzlich noch Geld von Unternehmen erhielt. 1996 zog sich der Staat zurück, seither wird INFOCAL ausschliesslich von Unternehmen finanziert. INFOCAL ist in Bolivien eine anerkannte non-profit Organisation, mit Ausbildungszentren in La Paz, Cochabamba und Santa Cruz, die alle autonom voneinander arbeiten.

Das Problem am Ausbildungssystem in Bolivien ist vor allem, dass es keine Alternative zu den Universitäten gibt. Die staatlichen Universitäten sind überfüllt und es ist schwer, dort einen Platz zu bekommen. Die privaten Universitäten hingegen sind so teuer, dass es sich nur wenige Familien leisten können, ihre Kinder dorthin zu schicken. INFOCAL bietet aus diesem Grund eine duale Ausbildung nach deutschem und schweizerischem Vorbild an. Die Jugendlichen gehen an einem Tag der Woche in die Schule, den Rest der Woche arbeiten sie bei einem Unternehmen, welches ihren “Lehrlingen” einen monatlichen Lohn bezahlt. Den einen Tag Schule absolvieren die Jugendlichen bei INFOCAL.

INFOCAL besitzt ein Schulgelände mit 15 Werkstätten und 8 Unterrichträumen, sowie 2 Essräume und einen Kindergarten, welcher für die Angestellten und die Schülerinnen von INFOCAL gratis ist.
INFOCAL Cochabamba bietet 5 verschiedene Ausbildungen an:

  • SchreinerIn
  • KindergärtnerIn
  • ElektrikerIn
  • MechanikerIn
  • Ausbildung im Tourismusbereich

Die Aufgabe von INFOCAL besteht unter anderem auch darin, die Unternehmen, die eine Lehrstelle anbieten, regelmässig zu besuchen und zu kontrollieren, welche Arbeit die Jugendlichen unter der Woche verrichten. Es findet also eine enge Zusammenarbeit zwischen INFOCAL und den jeweiligen Unternehmen statt. Die Jugendlichen, die eine solche Ausbildung absolvieren, zahlen monatlich einen Betrag an INFOCAL (ca. 10 % ihres Lohnes). Eine Ausbildung dauert zwischen 2 und 3 Jahren, am Schluss erhalten sie ein Diplom, das vom Bildungsministerium anerkannt ist.Die Ausbildung KindergärtnerIn umfasst die Arbeit mit Kindern im Alter zwischen 0 und 6 Jahren. KindergärtnerInnen sind im Moment in Bolivien sehr gefragt, denn es findet ein Umdenken statt; immer mehr Frauen mit Kindern bleiben oder werden berufstätig, es fehlt eine grosse Anzahl an Krippenplätzen und an gut ausgebildetem Personal. Die Jugendlichen, die diese Ausbildung abschliessen, haben somit eine gute Chance, einen Arbeitsplatz zu finden.

3. Ziel

Wir möchten nun zusammen mit INFOCAL ein Pilotprojekt starten. Und zwar wollen wir Jugendlichen, die von der Strasse kommen, die Möglichkeit geben, eine Ausbildung als KindergärtnerIn bei INFOCAL zu absolvieren. Zusammen mit Ligia, die verschiedene Institutionen in Cochabamba kennt die Strassenkinder aufnehmen, wollen wir eine Gruppe von ca. 25 Personen bilden, die diese 2jährige Ausbildung absolvieren wird. Die Zusammensetzung der Gruppe ist sehr wichtig und es ist deshalb notwendig, dass wir die professionelle Hilfe von Ligia Muguértegui in Anspruch nehmen.

Eine andere wichtige Aufgabe, die sowohl Ligia Muguértegui als auch INFOCAL übernehmen wird ist, dass genügend Krippen und Kindergärten gefunden werden, die einen Lohn bezahlten können. Es ist uns gleichzeitig auch wichtig, dass die Jugendlichen einen kleinen Teil ihres Lohnes an INFOCAL abgeben müssen, damit sie die Ausbildung auch ernst nehmen.

Ziel ist es, dass das Projekt über 2 Jahre von der KfE finanziert wird und dann von INFOCAL ohne unsere Hilfe weitergeführt wird.

4. Frage der Nachhaltigkeit

Dieses Projekt ist, wie mehrmals von Gerardo Wille, Präsident von INFOCAL, betont wurde, sehr attraktiv für INFOCAL. Das Projekt wird in diesem Rahmen zum ersten Mal bei INFOCAL durchgeführt. Sollte das Projekt gut funktionieren nach 2 Jahren, ist INFOCAL sehr daran interessiert, das Projekt mit eigenen finanziellen Mitteln weiterzuführen. Dies hängt natürlich sehr vom Gelingen des Projekts ab.

Evelyne Pluess von der BAG hat INFOCAL im August 2002 in Cochabamba besucht und war sehr positiv beeindruck vom Aufbau und der Organisation von INFOCAL: “Die Lehrer werden sehr gut vorbereitet, die Infrastruktur ermöglicht über 500 Jugendlichen einen Ausbildung und die Zusammenarbeit mit den lokalen Unternehmen scheint gut zu funktionieren. Die Jugendlichen erhalten eine umfängliche Ausbildung, die eine gute Alternative zu der Universität bietet. Die Chancen einen Beruf zu finden nach ihrer Ausbildung stehen gut, da zum einen das Abschlussdiplom, das sie von INFOCAL erhalten, vom Bildungsministerium offiziell anerkannt wird und da zum anderen INFOCAL einen guten Ruf in Bolivien geniesst. Ich denke, es ist wichtig diese duale Ausbildung in Bolivien zu unterstützen, um so Jugendlichen, die aus einem sozial schwierigen Umfeld stammen, eine Bildung und den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen”.

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