Einleitung
Wir möchten ausgediente, aber funktiontüchtige Computer aus den Instituten der ETH und Universität Zürich an die Hilfsorganisation Amanecer spenden. Die Amanecer hat nach 22 Computern und vier Druckern angefragt, um eine elektronische Bibliothek und einen Computerraum für Informatikkurse aufzubauen. Die elektronische Bibliothek soll bolivianischen Strassenkindern für die Erweiterung ihrer Schulbildung dienen und die Software- und Hardwarekurse einen einfacheren Einstieg in die Arbeitswelt ermöglichen.
Projektpartner
Amanecer ist eine bolivianische Organisation mit Sitz in Cochabamba, die Strassenkindern stufenweise hilft, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Auf freiwilliger Basis erhalten sie warmes Essen, Unterkunft, Unterstützung bei der Schulbildung, können einen Beruf erlernen und erhalten Hilfe bei der Arbeitssuche. Ziel ist es, die Kinder von der Abhängigkeit von Drogen und der damit verbundenen Kriminalität zu befreien.
Motivation
An den Zürcher Hochschulen werden ausgediente, jedoch noch funktionstüchtige Computer regelmässig entsorgt. Mit einem Einsatz solcher Computer in Schwellen- und Entwicklungsländern helfen wir den „digitalen Graben“ zwischen Menschen mit und Menschen ohne Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) zu überbrücken. Mit der Verwendung von ICT und dem Internet können sie an lokalen Informationen und globalem Wissen teilhaben und auch ihr Wissen und ihre Sichtweisen leichter kommunizieren.
Projektkosten
Die Gesamtkosten betragen ca. 3900 CHF, das sind unter 200,- CHF pro Computer. Die Preise vor Ort liegen bei umgerechnet 400,- bis 1000,- CHF.
Projektrichtlinien
Wir haben allgemeine Richtlinien
- an Projekte, u.a. dass nur brauchbare, funktionstüchtige Computer gesendet werden,
- an die Projektpartner, u.a. müssen Computeradministratoren vor Ort aktiv sein.
definiert.
Projektbeschreibung
Die Hilfsorganisation Amanecer benötigt 22 Computer und vier Drucker, die zur Informatikausbildung der in den Heimen wohnenden Kindern und Jugendlichen gebraucht werden sollen. Die Computer sollten von den Instituten der ETH und Universität Zürich gespendet werden. Die Lagerung bis zur Verschiffung sollte z.T. in den Spenderinstituten stattfinden. Die Funktionstüchtigkeit wird von uns überprüft und der Hardwaretyp registriert. Die Computer werden ohne installierte Software zugeschickt, da die Amanecer über Windows 98-Lizenzen verfügt. Die palettisierten Computer werden von der Versandfirma am ETH Hönggerberg abgeholt und nach La Paz verschickt.
Unser Projektpartner in Bolivien: Amanecer
Unser Projektpartner ist Amanecer in Cochabamba, Bolivien. Amanecer ist eine Organisation, die Strassenkindern hilft, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Es wird ihnen zu einer Schulbildung verholfen, sie erlernen einen Beruf und erhalten Hilfe bei der Arbeitssuche, damit sie nicht mehr auf Drogen und Kriminalität angewiesen sind.
Amanecer hat im Kleinen begonnen und sich dann stets vergrössert. Mittlerweile bestehen ca. elf Häuser in Cochabamba, die folgendermassen nach Etappen organisiert sind:
- 1. Etappe: den Kindern der Strasse wird ganz unverbindlich zwei mal pro Tag ein warmes Essen angeboten.
- 2. Etappe: Übernachtungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung, die Kinder haben Unterricht und müssen lernen, sich von jeglichen Drogen fernzuhalten.
- 3. Etappe: die Kinder müssen Verantwortung übernehmen und erhalten obligatorische Schulbildung.
- 4. Etappe: die Kinder besuchen öffentliche Schulen und erlernen nebenbei handwerkliche Berufe.
- 5. Etappe: die Jugendlichen erhalten Hilfe und Unterstützung bei der Arbeitssuche.
Daneben existieren Häuser für Frauen und Mädchen und für Kleinkinder.Unser direkter Projektpartner ist Casa San Martin – San Vicente. In dieser Anlage der 4. Etappe leben ca. 150 Jungen zwischen 6 und 16 Jahren. Fast alle gehen in öffentliche Schulen; diejenigen, bei denen dies nicht möglich ist, erhalten intern eine Schulbildung. Es gibt eine Bäckerei, eine Schreinerei, eine Metallwerkstatt und seit einigen Jahren einen Computerraum, wo sie auf verschiedene Berufe vorbereitet werden.
Die Jungen erhalten Informatikunterricht, der sie sehr motiviert. Bisher sind leider die Mittel sehr beschränkt. Der Computerraum soll vergrössert werden und es sollen mehr Computer zur Verfügung stehen. Mittlerweile sind es auch schon zwei Informatiker, die unterrichten.
Das Projekt der Amanecer vor Ort
Die von der ETH und Universität Zürich gespendeten Computers würden das Ausbildungsprogramm für mehr Jugendliche zugänglich machen und ihnen eine aktuellere und umfassendere Computerausbildung ermöglichen. Zehn der 22 Computer sollen in einer Bibliothek zur allgemeinen Verwendung aufgestellt werden. Diese Computer sollen zur Vertiefung und Ergänzung der Computer- und auch Schulausbildung dienen. 80 der 140 Jugendliche würden sich so durch einen Grundlagenkurs die Kenntnisse über Windows, Office und den Zugang zu Internet aneignen können. In einem fortgeschrittenen Kurs könnten 10 Jugendliche in der Soft- und Hardware-Verwaltung ausgebildet werden.
Die Hilfsorganisation hat nach einem Vorgespräch an folgenden Computer Interesse:
- für die elektronische Bibliothek 10 Pentium I
- einen Pentium III als System Manager für die Überwachung der Bibliothekscomputer
- 10 Pentium II für die Computerausbildung und die Informatikkurse und einen Pentium IV als System Manager.
Projektkosten
| Kostenpunkt | Kosten in CHF |
| 22 Computer | 0.- |
| Verpackung | 150.- |
| Palettisierung | 0.- |
| Transport in Zürich | 150.- |
| Transport nach Bolivien (Zürich-Hönggerberg – La Paz) | 2600.- |
| Zölle und Steuern | 1000.- |
| Total | 3900.- |
Die Projektkosten sind im April 2005 zusammengestellt worden und belaufen sich auf unter 200.- CHF, wobei die Preise vor Ort bei umgerechnet 400.- bis 1000.- CHF liegen.
Der digitale Graben und Informations- und Kommuniationstechnologien (ICT)
Mit neuen Medien arbeiten, miteinander kommunizieren – bei uns an den schweizer Hochschulen eine Selbstverständlichkeit. Doch viele Menschen in in Entwicklungs- oder Schwellenländern haben keinen Zugang zu Computern oder Internet, sind ausgeschlossen von der digitalen Revolution. Diese unter den Namen „digitaler Graben“ bekannte Kluft zu überbrücken, ist eine der großen Herausforderungen für die Entwicklung. Denn neue Medien bedeuten Zugriff auf lokale Informationen, u.a. von Behörden, und globale Informationen. wie Agrarpreise, bedeuten Profitieren vom und Beitragen zu unserem globalen Wissen.
Mit ausrangierten Computern der Zürcher Hochschulen können wir punktuell helfen, mehr Menschen in Entwicklungs- oder Schwellenländern den Umgang mit neuen Medien und Informationstechnologien (ICT) zu ermöglichen und zu erlernen. Wichtige Ziele sind die Förderung aktiver Zivilgesellschaft durch Unterstützung von Internet und Informationsplattformen sowie von Bildungsprojekten und Forschungseinrichtungen.
Diese Ziele werden durch die Schweizer Regierung und die schweizer Nichtregierungsorganisation Helvetas in Schwerpunktprogrammen unterstützt.
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA) ist der Arm der Entwicklungs-zusammenarbeit der Schweizer Regierung.In ihrem Schwerpunktprogramm „ICT for Development“ (ICT4D) schreibt sie:
„‘Digitale Revolution’ berührt alle Aspekte unseres Lebens: Wie wir lernen, arbeiten und miteinander kommunizieren, doch gehört auch die Interaktion zwischen Regierungen und Zivilgesellschaften dazu. Neue Möglichkeiten stehen allen offen, welche die Informationstechnologien effizient nutzen, aber es besteht auch die Gefahr, dass andere davon ausgeschlossen werden, die Früchte der digitalen Revolution zu ernten, womit die bestehenden Ungleichheiten noch verstärkt werden. Diese Kluft zwischen Menschen mit und Menschen ohne Zugang zu den ICT ist bekannt unter dem Namen ‘digitaler Graben’. Der digitale Graben ist zu einem grossen Teil das Abbild anderer sozialer und wirtschaftlicher Gräben – nicht nur zwischen den Industrie- und den Entwicklungsländern, sondern auch innerhalb der Staaten. Deshalb ist die Überbrückung des digitalen Grabens eine der grössten Herausforderungen für die Entwicklung – und die einzige Hoffnung für den marginalisierten Teil der Welt, von den Möglichkeiten der globalen Wissensökonomie zu profitieren.“
Helvetas ist eine schweizerische Nichtregierungsorganisation der Entwicklungszusammenarbeit. Sie wurde 1955 gegründet und wird seit über 40 Jahren von der Schweizer Regierung unterstützt. Ein Schwerpunktprogramm von Helvetas ist „Global Knowledge Sharing„, in dem Informationstechnologie bei Projektpartnern im Süden eingesetzt wird. In der Entstehung des Schwerpunktprogramms 2000/2001 hat Helvetas in Workshops eine Diskussion mit vielen Beteiligten der Entwicklungszusammenarbeit über Ziele und Prinzipien geführt, dessen Ergebnis ein Grundsatzpapier ist.
Projektrichtlinien
Wir haben allgemeine Richtlinien an unsere Projekte und Projektpartner gestellt.
An Projekte
- Es sollen nur brauchbare Computer, deren Funktionstüchtigkeit von uns überprüft worden ist, gespendet werden.
- Die Gesamtkosten müssen niedriger sein, als der Kauf von Computern vor Ort.
- Die von den Zürcher Hochschulen gespendeten Computern gehen mit einem schriftlichen Vertrag in den Besitz der Partnerorganisation über.
An Projektpartner
- Projektpartner sollen detailiert und verbindlich den Gebrauch von den von ihnen angeforderten Computern schildern. Zum Beispiel erwarten wir für für ein Bildungsprojekt eine ausführliche Beschreibung des Ausbildungsunterrichtes (Dauer, Unterrichtsthemen, Anzahl der Auszubildenden etc.).
- Es muss eine Computeradministration durch den Projektpartner gewährleistet sein.
Spenden
Es besteht auch die Möglichkeit, einen Beitrag an den Transportkosten zu übernehmen. Unsere Kontodaten sind:
Postkonto: Kommission für Entwicklungsfragen Zürich, 80-23506-6
Zahlungszweck: „ICT-Sharing Bolivien“

0 Antworten bis hierher ↓
Bis jetzt noch kein Kommentar ... Bring die Sache ins Rollen, und füll das untere Formular aus.